Krippe, Kindergarten, Kinderkirche, Kita | 0 bis 3-Jährige, 3 bis 6-Jährige
Wie biblische Geschichten die frühkindliche Entwicklung unterstützen
Publiziert am 01.11.2011 von Hanne Stäudel
Religiöse Erziehung beginnt dort, wo das Kind sich geborgen fühlt, wo es Vertrauen erfährt, wo es etwas wahrnehmen kann. Rituale sind eingebettet in den täglichen Tagesablauf und Morgenkreise helfen dem Kind, sich zu orientieren, sich sicher zu fühlen, sich „groß“ zu erleben, sich geliebt und wertgeschätzt zu erleben.
Kindheit heute ist von den unterschiedlichsten Lebensumständen geprägt: Patchworkfamilien und Einkindfamilien, Trennung der Eltern oder wechselnde Bezugspersonen, Wohnungswechsel, Geburt eines Geschwisters … Da tut es wirklich gut, in Gott und Jesus verlässliche „Personen“ zu erleben, an die ich mich wenden kann, wenn es mir schlecht geht oder ich traurig bin. So sind die Geschichten der Bibel auch heute aktuell und viel zu wertvoll, als dass sie nicht erzählt werden.
Personen der Bibel als verlässliche Personen erleben
Die biblischen Geschichten werden dabei so vereinfacht, dass sie schon für kleine Kinder verwendbar sind: Ich habe die unterschiedlichsten Lebenssituationen „meiner Kinder“ beleuchtet und einige Biblische Geschichten auf deren Situation angepasst. Mit dem Erfolg, dass durch die Identifikation mit der Hauptperson in dieser „neuen Geschichte“ Wandlungsprozesse eingeleitet wurden mit heilender, Mut machender Wirkung. Es ist aber keineswegs eine „Einzeltherapie“, sondern auch die anderen Zuhörer filtern die für sie wichtigen Botschaften, Erkenntnisse und Weisheiten aus der Geschichte heraus. Biblische Geschichten tun einfach gut!
Biblische Geschichten haben heilende Wirkung
Natürlich wird die heilende Wirkung nicht immer sofort spürbar. Aber ich stelle fest, dass Geschichten, die ich in das „Heute-Wort“ der Kinder übersetze, diese viel besser und schneller erreicht. Und ich selbst habe mehr Sicherheit im kindgerechten Erzählen gewonnen. Für mich ist die Methode, das „Damals-Wort“ der Bibel in das „Heute-Wort“ der Kinder zu übersetzen, zum Schlüssel geworden, mit dem ich die biblischen Geschichten und somit Gottes Wort in das Heute der Kinder transportieren kann.
Diese Geschichten können hilfreich werden für verschiedene Situationen, z.B.:
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Es gab Streit in der Gruppe.
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Ein schüchternes Kind braucht „Aufbauhilfe“.
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Ein Kind ist aggressiv, braucht Zuwendung und Aufmerksamkeit.
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Ein neues Kind kommt in die Gruppe, braucht Eingliederungshilfe.
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Ein Geschwisterkind wird geboren.
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Die Eltern trennen sich, lassen sich scheiden.
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Ein Kind zieht weg.
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Ein Familienmitglied ist gestorben o.ä.
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Ein Ereignis steht an: Weihnachten, Ostern, Schulübertritt …
Vertrauen erleben
Sich geborgen wissen in der Gnade Gottes bedeutet Vertrauen erleben und ins eigene Leben übertragen lernen. Wenn z.B. niemand mich versteht, keiner da ist, mit dem ich reden kann – glaube ich, dass Gott mir ganz bestimmt zuhört und mir weiterhilft. Ich bin nicht allein! Getröstet werden: Gott lässt mich nicht allein. Ich bin ihm wichtig. Er kennt meinen Weg und wie er auch sein wird, er geht ihn mit.
Manchmal fällt es uns schwer, uns solch einen großen Gott vorzustellen, der auf unsere kleinen Probleme hört. Aber dir zuzuhören, ist eine von Gottes Lieblingsbeschäftigungen. Er liebt dich so sehr, dass er es gar nicht erwarten kann, dass du seinen Namen rufst. Ob du nun Angst hast oder in Schwierigkeiten bist: Gott hat versprochen, dass er dir immer zuhören will und dir hilft, wann immer du zu ihm sprichst. „Fürchte dich nicht! Ich bin bei dir!“ spricht der Herr.
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